Haushaltsnahe Dienstleistungen, was ist das?

Der Bundesfinanzhof hat dazu ausgeführt:

 

Der Begriff "haushaltsnahe Dienstleistung" ist gesetzlich nicht näher bestimmt. Nach der Rechtsprechung des Senats müssen die Leistungen eine hinreichende Nähe zur Haushaltsführung aufweisen oder damit im Zusammenhang stehen. Dazu gehören hauswirtschaftliche Verrichtungen, die gewöhnlich durch Mitglieder des privaten Haushalts oder entsprechend Beschäftigte erledigt werden und in regelmäßigen Abständen anfallen (Senatsurteil vom 20. März 2014 VI R 55/12, BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880, m.w.N.).

 

Der Begriff "haushaltsnah" ist hierbei als sinnverwandt mit dem Begriff "hauswirtschaftlich" anzusehen. Hauswirtschaftliche Tätigkeiten sind solche, die üblicherweise zur Versorgung der dort lebenden Familie in einem Privathaushalt erbracht werden (Senatsurteil in BFHE 245, 45, BStBl II 2014, 880, m.w.N.).

 

Dazu gehören jedenfalls

  • das Einkaufen von Verbrauchsgütern,
  • das Kochen,
  • die Wäschepflege,
  • die Reinigung und Pflege der Räume, des Gartens und auch
  • die Pflege, Versorgung und Betreuung von Kindern und kranken Haushaltsangehörigen